Das Vorhaben der Bundesregierung, die Altenpflege-, die Krankenpflege- und die Kinderkrankenpflegeausbildung zu einer Pflegeausbildung zu vereinheitlichen, hat in allen drei Bereichen eine gewisse Unruhe und stellenweise auch Ängste ausgelöst. Bedenken und Anregungen wurden jetzt mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigten für Pflege, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, erörtert.

Von rechts: Petra Berger (Leiterin des Caritas Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit Rheine / Emsdetten), Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU), Helena Willers (Dozentin) und Norbert Klapper (Schirmherr der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt).
Von rechts: Petra Berger (Leiterin des Caritas Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit Rheine / Emsdetten), Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU), Helena Willers (Dozentin) und Norbert Klapper (Schirmherr der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt).

Neben diversen Fragen zur Ausgestaltung einer solchen gemeinsamen Ausbildung stand im Mittelpunkt die Sorge, Auszubildende, die sich ursprünglich für die Altenpflege entschieden hätten, könnten sich umorientieren und der Altenpflege verloren gehen. Karl-Josef Laumann sieht dagegen gerade hier die Chancen der Ausbildungsträger in allen drei Bereichen, die auf diese Weise künftige Fachkräfte und potenzielle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kennenlernen, die ihnen im bisherigen System gar nicht begegnen. Umgekehrt gilt das auch für die zukünftigen Fachkräfte. Und darin waren sich die an dem Gedankenaustausch Beteiligten einig, die Altenpflege mit ihren Besonderheiten wie die persönliche und länger andauernde Nähe zu den zu pflegenden Personen, den flachen Hierarchien und den in der Regel kleineren Organisationen mit dem damit einhergehenden ganz anderen Betriebsklima als in einem Krankenhaus mit mehreren hundert Beschäftigten hat da „gute Karten.“

Auch wies Karl-Josef Laumann darauf hin, dass gleiche Ausbildung zwangsläufig gleiche Bezahlung zur Folge hat, schneller als man womöglich denkt. Norbert Klapper sprach darüber hinaus das Fehlen von Kurzzeitpflegeplätzen im Kreis Steinfurt an sowie Probleme bezüglich der nach erfolgter Strahlentherapie zwingend vorgeschriebenen Kontrolle von Herzschrittmachern.

(NK, 08.04.2016)