Informationen

 

In Deutschland sind derzeit etwa 250.000 bis 300.000 Einwohner von Parkinson betroffen. Die Krankheit beginnt vorwiegend im mittleren bis späten Erwachsenenalter (40-60 Jahre), aber auch immer mehr jüngere Menschen erkranken an Parkinson. Unter den 20.000 bis 30.000 Neuerkrankungen im Jahr steigt der Anteil der unter 40-jährigen.

Die Behandlungsmöglichkeiten in den letzten Jahren haben erhebliche Fortschritte gemacht.
Heilbar ist Parkinson nicht, kann aber mit Medikamenten gut behandelt werden. Zusätzlich helfen therapeutische Angebote wie zum Beispiel Bewegungstherapie.

Vorträge und Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten
und Alltagshilfen, Reha-Sport, Lesestoff und mehr ...

 

St. Antonius-Hospital Gronau | Vortrag, 23.11.2011

Grafik> PD Dr. med. Vahudin Zugor
Urologische Störungen beim Idiopathischen Parkinsonsyndrom

(Powerpointpräsentation, 59 Seiten, PDF, 2.8 MB)

Nach einer Einführung in das Thema Blasenentleerungsstörungen ging Dr. Zugor, Oberarzt der Urologie des St. Antonius-Hospitals Gronau, auf die spezielle Situation bei Morbus Parkinson ein. Die gute Nachricht: die Symptome der überaktiven Blase sind gut therapierbar. So kommen neben verschiedenen Medikamenten auch Verhaltenstherapien wie das Führen eines Miktionstagebuches und Miktionstraining zum Einsatz. Ganz neu zugelassen für die Behandlung neurologischer Blasenentleerungsstörungen ist die Therapie mit Botulinumtoxin, das über die Lähmung der überaktiven Blasenmuskulatur wirkt.

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Seniorenzentrum Kardinal-Galen-Ring | Besichtigung, 7.09.2011

Grafik> Brigitte Haar
Welche Möglichkeiten gibt es bei Pflegebedürftigkeit?

(Powerpointpräsentation, 14 Seiten, PDF, 50 KB)

Die Einrichtungsleiterin des Seniorenzentrums Kardinal-Galen-Ring in Rheine, Frau Brigitte Haar, erläuterte grundlegendes zum Thema Pflegebedürftigkeit und stellte das Haus vor.

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HELIOS Klinik, Hagen-Ambrock | Informationstag, 27.07.2011

Grafik> Prof. Dr. med. Wolfgang Greulich
Parkinson und Blutdruckstörungen - Was sind die Folgen für das Gehirn?
(Powerpointpräsentation, 45 Seiten, PDF, 6 MB)

Professor Greulich, Ärztlicher Direktor der Klinik, nahm sich die Zeit, unser Wissen um die Krankheit Morbus Parkinson aufzufrischen und zu aktualisieren. Parkinson und Bluthochdruck in Kombination sind eine besondere Herausforderung für den behandelnden Arzt.

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Herz-Jesu-Krankenhaus, Münster | 3. Hiltruper Parkinson-Tag, 18.05.2011

Beim 3. Hiltruper Parkinson-Tag am 18. Mai 2011 im Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup boten die Ärzte der Klinik für Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie umfassende Informationen zu Therapiemöglichkeiten und sozialrechtlichen Aspekten.
Die Vorträge des Tages stellen uns Dr. med. Wolfgang Kusch und sein Team mit ihren Präsentationsfolien und Skripten zur Verfügung:

 

Grafik > Dr. Michael Ohms
Therapeutische Möglichkeiten bei der fortgeschrittenen Parkinsonerkrankung

(Powerpointpräsentation, 71 Seiten, PDF, 3 MB)

“Ein ideales Medikament gibt es nicht”, so der Oberarzt. Man könne lediglich den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Das sei der wichtigste Effekt. Besonders im Spätstadium sei der Patient schwer zu therapieren. Dazu zählen Wirkungsschwankungen bei der Aufnahme und Ausscheidung der Medikamente und die Schwierigkeit, einen Weg zwischen Unter- und Überbewegungen zu finden.

 

Grafik> Dr. Christoph Aufenberg
Neben- und Wechselwirkungen der Parkinsonmedikamente

(Powerpointpräsentation, 30 Seiten, PDF, 379 KB)

Die Palette der Neben- und Wechselwirkungen der Parkinson-Medikamente ist groß. Dabei unterschied Dr. med. Christoph Aufenberg zwischen der pharmakokinetischen und der pharmakodynamischen Wechselwirkung, die individuell unterschiedlich sei. Bei bis zu 15 Medikamenten am Tag herrsche eine Komplexität, der man kaum Herr werden könne. Deshalb empfiehlt er, möglichst wenig Medikamente zu verschreiben, um deren Gefahr der Wirksamkeits-Verstärkung oder -Verminderung zu mindern. So viel wie nötig, nicht mehr als erforderlich.

 

Grafik> Dr. Michael Kros
Fahreignung bei der Parkinsonerkrankung

(Powerpointpräsentation, 5 Seiten, PDF, 505 KB)

Dr. med. Michael Kros riet bei aufkommender Fahrtuntüchtigkeit unbedingt den Hausarzt zu informieren und nicht die Fahrerlaubnisbehörde. Diese würde ein Gutachten anfordern, das neben hoher Kosten ein bürokratisches Gangwerk einleite und mit einem meist negativen Bescheid ende. Was den meisten Menschen nicht bewusst ist, dass bei grober Fahrlässigkeit eine Strafandrohung bis zu fünf Jahren bestehe. Möglichkeiten, sein Fahrverhalten zu testen, gibt es beim Zentrum für Neurologische Rehabilitation in Münster.

 

Grafik> Alexander Geißler
Physiotherapeutische Behandlung bei der Parkinsonerkrankung

(Powerpointpräsentation, 43 Seiten, PDF, 8 MB)

In den Anfangsstadien sind Gruppengymnastik, Gleichgewichtstraining und regelmäßige Bewegungstherapie wichtige Bestandteile der Parkinson-Therapie. In den späteren Stadien werden zunehmend Hilfsmittel zur Stabilisierung der Standfestigkeit und beim Gehen in der Einzeltherapie zum Einsatz kommen. Haltungs- und Gangübungen, Krafttraining und Maßnahmen zur Detonisierung der Rückenmuskulatur lindern die Krankheit.

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Franz-Hospital Dülmen | 1. Dülmener Parkinsontag, 23.02.2011

Das Franz-Hospital Dülmen aus dem Verbund der Christophorus Kliniken hatte am zum 1. Dülmener Parkinsontag die Regionalgruppen Kreis Steinfurt, Gronau, Unna und weitere Gruppen aus der Region eingeladen. Die Besucher lernten dabei nicht nur die Therapiemöglichkeiten kennen, sondern auch die Diagnostik und verschiedene Medikamenteneinstellungen bei Parkinson.
Dr. med. Pablo Pérez González und sein Team stellen hier ihre Vortragsfolien als Kurzinfo zur Verfügung:

 

Grafik> Dr. med. Pablo Pérez González
Kurzfassung zur Einstellung auf Apomorphin

(Powerpointpräsentation, 10 Seiten, PDF, 342 KB)

Dr. med. Pablo Pérez González stellte seine Team und die Abteilung vor und erläuterte die Einstellung auf Apomorphin. Zu Anfang ist der M. Parkinson gut therapierbar. Aber: Je länger die Behandlung und je höher die Dosis des L-Dopa-Präparates um so größer ist die Gefahr eines L-Dopa-Langzeit-Syndroms.

 

Grafik> Dr. med. Chris Meyer
Therapie mit der Duodopa-Pumpe

(Powerpointpräsentation, 20 Seiten, PDF, 5.7 MB)

Pumpen bieten eine Lösung bei Schwankungen der Beweglichkeit trotz bereits optimierter Tabletten-Behandlung, wenn die Länge und Häufigkeit von OFF-Phasen nicht mehr akzeptabel sind und wenn ausgeprägte Überbeweglichkeiten bestehen. Ziel ist eine deutliche Verringerung der bisherigen Medikamente bei verbesserter (gleichmässiger) Beweglichkeit.

 

Grafik> Roland Kremer
Wann Tiefenhirnstimulation?

(Powerpointpräsentation, 31 Seiten, PDF, 4.3 MB)

Die Tiefenhirnstimulation ist ein Verfahren zur Behandlung von Bewegungsstörungen. Mit einem einem Impulsgeber (Neurostimulator), Elektroden und Verlängerungskabel werden elektrische Impulse an das Gehirn abgegeben. Die elektrischen Impulse blockieren die krankhaft aktiven Neurone. Insbesondere die motorischen Kernsymptome werden gut beeinflußt. Die THS zeigt besonders gute Wirkung (im Vergleich zu Medikamenten), wenn die Erkrankung fortgeschritten ist und eine hohe Medikation erforderlich ist, die merkliche Nebenwirkungen zeigt und keine ausreichende Wirkung hat.

 

Grafik> Dipl.-Psych. Jeannette Overbeck
Wofür Neuropsychologie bei Parkinson?

(Powerpointpräsentation, 13 Seiten, PDF, 284 KB)

Die Neuropsychologie untersucht die Aufmerksamkeitsleistungen wie z.B.
Gedächtnisleistungen, visuelle Wahrnehmung, Raumverarbeitung, Zahlenverarbeitung/Rechnen und auch Persönlichkeitsveränderungen. Die Therapie ist auf die spezifischen Defizite der Erkrankung ausgerichtet, bietet Funktionstraining, eine Vermittlung kompensatorischer Strategien und Alltagsbezug für Transferleistungen.

 

Grafik> Thomas Kneese, Physiotherapeut
Vorstellung der Therapieabteilungen

(Powerpointpräsentation, 6 Seiten, PDF, 50 KB

Physiotherapeut Thomas Kneese brachte die begeisterten Teilnehmer mit schwungvollen gymnastischen Übungen bei flotter Musik in Bewegung. Auch die weiteren Therapeuten des Hauses stellten sich und ihre Arbeit vor, so dass die Patienten wissen, mit wem sie es zukünftig im Franz-Hospital zu tun haben.

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Informationen zur Parkinsonmedikation | Gruppentreffen, 16.02.2011

Grafik> Olaf Rose, Apotheker
Wissenswertes über Parkinsonmedikamente und Auswirkung und Folgen der Gesundheitsreform 2011 für Mitglieder
(Powerpointpräsentation, 24 Seiten, PDF, 1.2 MB)

Beim Gruppentreffen im Februar 2011 referierte Apotheker Olaf Rose zur Parkinsonmedikation. Seine Powerpointpräsentation weist auf ein paar klassische Falschmedikationen hin: Retardtabletten (sie sollen mit Verzögerung wirken), dürften nicht geteilt werden, weil dann der gesamte Wirkstoff sofort aufgenommen wird. Die Medikamenteneinnahme „vor“ dem Essen solle spätestens 30 Minuten vorher erfolgen, die „nach“ dem Essen etwa zwei Stunden später.

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Jubiläum 2010: 10-jähriges Bestehen der Parkinson Regionalgruppe

Grafik> Regionalgruppe Kreis Steinfurt
Festschrift zum 10-jährigen Bestehen

(30 Seiten, PDF, 3.2 MB)

Wie schnell die Zeit vergeht: Am Mittwoch, den 14. Juli 2010 haben wir im Landgasthaus Teepe mit zahlreichen Ehrengästen das 10-jährige Bestehen der Regionalgruppe Kreis Steinfurt gefeiert. Über 100 Mitglieder waren der Einladung zum Fest gefolgt und waren Teil eines nicht ganz alltäglichen Gruppentreffens mit vielen, lieben Beiträgen unserer Gastredner. Wir wurden reich beschenkt und haben zurückgeblickt auf die Anfänge der Gruppe und die enorme Entwicklung in den letzten Jahren.

Für alle Mitglieder, die nicht teilnehmen konnten, für alle Beteiligten und Interessierte wollen wir mit dieser Festschrift den Anlass in Erinnerung halten: Fotografien vom Festtag, Redebeiträge und Grußworte, Geschenke und Mitwirkende bilden einen Eindruck ab von unserem geselligen Sommernachmittag.

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Kurz: Was ist Morbus Parkinson?

Die Erkrankung wurde als "Schüttellähmung" 1871 von dem englischen Arzt James Parkinson beschrieben. Allerdings ist diese Charakterisierung der Kankheit nur unzureichend. Der Tremor - ein Zittern von Händen, Füßen oder des Kopfes - tritt nicht bei allen Betroffenen auf.

Das Parkinson-Syndrom ist vor allem an einer gestörten Bewegungsfähigkeit zu erkennen, deren Ursache in einer vermehrten Muskelspannung liegt. Ein Grund für die Erkrankung ist ein Mangel an Dopamin im Körper. Dopamin ist ein Botenstoff, der die Signale an das Bewegungs- und Sprachzentrum im Gehirn leitet. Wird nicht genügend Dopamin produziert, zeigen sich Parkinson-Symptome - allerdings meist erst, wenn über 70% der Dopamin produzierenden Zellen abgestorben sind. Ein Patient kann seit Jahren erkrankt sein, ohne an den Symptomen zu leiden.

Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kommt es zu einer Krümmung von Rumpf, Armen und Beinen. Das Laufen fällt schwerer und das Sprechen verlangsamt sich. Die Bewegungsfähigkeit kann zwischen Steifheit und Mobilität wechseln. In schweren Fällen erreicht die Krankheit eine Bewegungslosigkeit und einen Verlust der Spontan-, Reaktiv- und Ausdrucksmöglichkeiten.

Mehr Info? Eine Krankheitsbeschreibung finden Sie bei > Wikipedia

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