Kostenübernahme für den Parkinson Rollator Gemino 30

Der Spezial-Rollator hat jetzt eine Hilfsmittelverzeichnisnummer. Das Sanitätshaus Perick teilt uns mit, dass erstmals eine GKV die Kosten für einen Parkinson-Rollator übernommen hat. Das ist sehr erfreulich, weil die Krankenkassen in der Vergangenheit den Rollator einfach mit der Begründung abgelehnt haben, dass ein Standard-Rollator ausreichend wäre.

Der Parkinson-Rollator weist folgende wesentliche Unterschiede gegenüber dem Standard-Rollator auf:

  • Die einstellbare Schleppbremse fördert ein stetiges Schritttempo, bietet einen zusätzli- chen Widerstand  und hilft so dem Benutzer , in einem gleichmäßigen Tempo zu gehen. Der Widerstand kann leicht auf die speziellen Bedürfnisse angepasst werden.
  • Erhöhte Sicherheit mit Rückwärtsbremse. Das Rückwärtsbremssystem ist ein weiteres besonderes Merkmal des Gemino 30 Parkinson: Der Rollator stoppt sofort, sobald der Bremshebel am Griff losgelassen wird. Dies erhöht die Sicherheit, wenn der Patient beim Gehen „erstarrt“ bzw. das Gefühl hat, dass die Füße auf dem Boden kleben.
  • Laservorrichtung hilft Parkinsonpatienten, wenn Sie „erstarren“.  Eine Laserlinie hilft wieder in Bewegung zu kommen. Mit diesem speziellen Rollator wird dem Patienten eine Laserlinie angezeigt, wenn sie einen Knopf an den Schiebegriffen drücken. Konzentrieren auf die Linie, die auf dem Boden erscheint und versuchen, einen Schritt über diese zu machen, so kommt der Patient wieder in Bewegung.

Wichtig:  Den Parkinson-Rollator zunächst beim Patienten ausprobieren, damit bei der praktischen Erprobung genau festgestellt werden kann, ob er mit dem Hilfsmittel zu Recht kommt.

Der Parkinson-Rollator Gemino 30 wird überwiegend bei den Patienten erprobt und eingesetzt, die zusätzlich an Freezing leiden. Es gibt jedoch auch Rollatoren, die mit einer „Schleppbremse“ ausgestattet werden können. Auch hier hat man die Möglichkeit, das Gangbild des Patienten positiv zu beeinflussen.

Positives Fazit

Der Parkinsonrollator Gemino 30 (HMV-Nr.: 10.50.04.1999) kann verordnet und der Kostenvoranschlag mit einer entsprechenden Begründung erfolgversprechend bei der Krankenkasse eingereicht werden.

2017-12-15T12:11:36+00:00 15. Dezember, 2017|Nachrichten, Tipps, Hilfe & Aktionen|