Mit 4-jähriger Verspätung führt der Kreis Steinfurt nun in 2016 günstige Mobiltickets für finanziell schwache Personengruppen ein. Das begrüßt der Paritätische. Dass den Betroffenen im Kreis Steinfurt die Leistung, die das Land Nordrhein-Westfalen seit 2012 fördert, über die Jahre vorenthalten wurde, ruft Norbert Klapper, Vorsitzender des Paritätischen im Kreis, gleichzeitig in Erinnerung: „Eine Mehrheit des Kreistags Steinfurt hat die von der SPD-Fraktion bereits seit 2011 geforderte Einführung des Tickets zuvor verhindert.“ Zu den Betroffenen gehören auch Personen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, um zum Beispiel einen Facharzt in Münster aufzusuchen, was in der Regel von den Krankenkassen nicht bezahlt wird.

Empfänger von Sozialleistungen können im Münsterland ein vergünstigtes Abo für Bus und Bahn erwerben und das Sozialticket online unter http://www.rvm-online.de/mobiticket beantragen. Einen Anspruch auf das verbilligte Ticket hat, wer nachweisbar Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Leistungen für Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Sozialhilfe, Zuwendungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder vergleichbare Regelleistungen erhält.

(NK, 14.01.2016)