Beim Januartreffen unserer Regionalgruppe referierte der Kardiologe Dr. Christian Fechtrup, Praxis für innere Medizin, Gastroenterologie, Kardiologie, Angiologie, Rheumatologie und Nephrologie aus Münster. Nach Begrüßung und Einführung durch Reiner Krauße und Apotheker Dr. Olaf Rose gab er spannende Einblicke in das Thema Herzrhythmusstörungen. Besondere Aufmerksamkeit widmete er hierbei dem – besonders im Alter – weitverbreitetem Vorhofflimmern, eine der häufigsten Rhythmusstörungen.

Spannende Einblicke in das Thema Herzrhythmusstörungen.
Spannende Einblicke in das Thema Herzrhythmusstörungen.

Er erklärte zunächst die Diagnostik und las gemeinsam mit den zahlreichen Interessenten einige EKGs aus. Dr. Fechtrup kam dann zu den Behandlungsmöglichkeiten und Behandlungsgrenzen, die sich in Abhängigkeit von der Herzfrequenz deutlich unterscheiden. Nach sorgfältiger Abklärung der Risiken und der Symptomatik kann laut Dr. Fechtrup in vielen Fällen sogar auf eine medikamentöse Therapie verzichtet werden. Anders sieht es bei der Gerinnungshemmung aus, hier ist die Therapie zur Vermeidung eines Schlaganfalls meist unverzichtbar. An den Gerinnungshemmern entzündete sich dann auch eine interessante Diskussion mit den anwesenden Betroffenen. Neben möglichen, aber übermäßig riskanten Alternativbehandlungen wurde besonders intensiv das Thema der seit einigen Jahren neu verfügbaren Gerinnungshemmer besprochen. Die Vor- und Nachteile im Vergleich zum Standard Marcumar wurden sorgfältig analysiert und auf verschiedene Patientenszenarien übertragen.

Neben einer Vielzahl weiterer Fragen aus dem Publikum antwortete Dr. Fechtrup auch darauf, warum ein Facharzttermin häufig so lange auf sich warten lässt. Nach geltendem Recht dürfen Fachärzte nur eine bestimmte Anzahl von Patienten pro Quartal behandeln. Überschreiten sie die jeweilige Vorgabe, bekommen sie 90 Prozent davon abgezogen, und das gelte auch bezüglich der Kosten der von ihnen dafür verordneten Medikamente, die ihnen zu 90 Prozent angelastet werden.

Zu der Veranstaltung hatten außer den Mitgliedern der Parkinson Regionalgruppe ausnahmsweise auch Herzpatienten Zugang, da eine größere Anzahl von ihnen Reiner Krauße darum gebeten hatte.

Abschließend bedankte sich Reiner Krauße bei Hagen Libeau für die Erstellung der Powerpoint Präsentation sowie bei Herbert Weitemeier, der bisher die Geburtstagsliste der Mitglieder geführt und darum gebeten hat, ihn von der Aufgabe zu entbinden. Erfreulicherweise hat sich Margret Hartwig dazu bereit erklärt, diese Aufgabe zukünftig zu übernehmen. Außerdem bedankte er sich bei Nils Lauel von der Firma S & B Computer GmbH Steinfurt, der, um bei eventuellen Computer technischen Problemen – die auch glatt eintraten und flugs behoben wurden – während der gesamten Veranstaltung zur Verfügung stand. (OR/ NK)

Mehr Info:

> Dr. Christian Fechtrup
Vorhofflimmern, eine der häufigsten Rhythmusstörungen…

(Powerpointpräsentation, 30 Seiten, PDF, 3.2 MB)