Großes Interesse sprengte die räumlichen Möglichkeiten

71 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatte Reiner Krauße für die Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt zu einer höchst interessanten gemeinsamen Veranstaltung im Telgter Heidehotel Waldhütte angemeldet, Irmel Wenzel (RG Ibbenbüren), Walter Boss (RG Greven)  und Reinhard Kamp (RG Gronau) weitere 40. Damit waren die räumlichen Kapazitäten des Heidehotels erschöpft. Eine weitere Veranstaltung in zwei Monaten wurde in Aussicht gestellt, an der dann auch Interessierte aus der Regionalgruppe Rheine teilnehmen können.

Dr. med. Frank Siebecker bei seinem Vortrag.
Dr. med. Frank Siebecker bei seinem Vortrag.

„Was kann ich selber als Parkinsonerkrankter tun?“, lautete die Frage. Die medikamentöse Therapie der Parkinsonerkrankung ist notwendig aber bei weitem nicht alles, stellte der Facharzt für Neurologie Dr. med. Frank Siebecker anlässlich der Fortbildungsveranstaltung für Parkinsonpatienten und Angehörige heraus. Die aktive Mitarbeit der Patienten ist vielmehr zwingend erforderlich, um das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erzielen. Die wichtigsten Dimensionen der eigenen Möglichkeiten der Patienten den Erkrankungsverlauf zu beeinflussen sind Ernährung, Sport, Gedächtnis und Psyche.

Es versteht sich von selbst, dass in den verschiedenen Phasen der Erkrankung, Vorläuferphase (hier sind noch gar keine Symptome erkennbar), Frühphase, mittlere Phase und fortgeschrittene Phase, die Möglichkeiten der eigenen Beeinflussung unterschiedlich sind und der jeweiligen Phase  angepasst werden müssen. In der mittleren Phase der Erkrankung lassen die körperlichen Fähigkeiten nach. In der fortgeschrittenen Phase sind Physiotherapie zur Schmerzreduktion ratsam, ebenso Kontrakturenprophylaxe.

Und in ganz ähnlicher Weise wie das körperliche Training bedarf das Gedächtnis eines angepassten Trainings, und die psychotherapeutische Behandlung gestaltet sich unterschiedlich. Es gelang Dr. Siebecker, seine Zuhörer nicht zu überfordern, sondern sie auf seine humorvolle Vortragsweise in fast zwei Stunden zu fesseln und davon zu überzeugen, dass sie selbst etwas tun können, den Krankheitsverlauf zu beeinflussen – je früher, desto besser.

Zum Gelingen der Veranstaltung hatte der Service des Heidehotels, insbesondere das Engagement Frau Kaldeweys beigetragen, sowie die Unterstützung von Irmel Wenzel, Doris Lienkamp von der Antonius-Apotheke Gronau, Conny Göcken und Manfred Stauvermann, die wie immer für „den guten Ton“ gesorgt haben. Dafür bedankten sich Margret und Reiner Krauße, die die Gesamtorganisation zu verantworten hatten. (NK)

Foto-Klick: Fortbildung in Telgte – Was kann ich selber tun?

Fotos: Margret Krauße

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