Gruppentreffen November | Vortrag, 11.11.2015

ppt_bethke11-2015Neue Erkenntnisse über das Krankheitsbild und die Behandlungsmöglichkeiten des Parkinson waren das Thema von Dr. Florian Bethke, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Ibbenbüren. Den Schwerpunkt seiner Ausführungen bildeten die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten der Krankheit, an der im Alter von 40 bis 44 Jahren 12,5 von 100.000 Einwohnern erkranken, im Alter über 85 dagegen 2.205.

Der Aufhorcher waren insbesondere seine Ausführungen zu den neuen Ansätzen bezüglich der Entstehung der Krankheit. Die geben Hinweise darauf, dass die Erkrankung nicht im Gehirn, sondern im Darm entsteht. Wie die pathologischen Veränderungen in den Vaguskern des Gehirns kommen, diese Frage ist aber bislang nicht zu beantworten. Hauptverdächtige derzeit: Der Nervus vagus und/oder der Magen. Möglicherweise führt der Weg über Nervenendigungen der Darmschleimhaut und die entsprechenden Hirnnerven zum Gehirn und breitet sich dort langsam aus. Auch Umweltfaktoren spielen möglicherweise eine Rolle. Spannend auch, wie sich die Therapie mit dem in Deutschland neu zugelassenen Wirkstoff Safinamid auswirkt.

> Dr. Florian Bethke
Von L-Dopa bis zur Tiefen Hirnstimulation

(Powerpointpräsentation, 53 Seiten, PDF, 2.4 MB)