Fachbeiträge2018-01-05T15:15:50+00:00

Fachbeiträge

Dr. med. Fechtrup: Bluthochdruck – Bedeutung & Erkennung

Bluthochdruck ist die Todesursache Nr. 1 in Deutschland, er ist jeweils für rd. die Hälfte der Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich. Eine Früherkennung und rechtzeitige Behandlung sind daher sehr wichtig, hob Dr. med. Christian Fechtrup, Münster, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie, FESC in seinem Vortrag zum Thema „Bluthochdruck“ hervor. Fast jeder Dritte ist von Bluthochdruck betroffen, dieser ist aber gut behandelbar. Unbehandelt kann er zu schweren Folgen führen: Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen, Schlaganfall, Hirnerweichung, Netzhautschaden oder gar Erblindung. Auch die Lebenserwartung sinkt massiv je höher der Blutdruck steigt.  Eine regelmäßige Selbstmessung wird empfohlen, etwa 3-mal pro Woche zu unterschiedlichen Tageszeiten, die dann dokumentiert werden. So kann sich der Arzt ein genaues Bild über evtl. Schwankungen machen. Ursachen der Erkrankung sind meistens eine erbliche Anlage, Übergewicht oder auch Alkohol, seltener Nieren- oder Gefäßerkrankungen, hormonelle Erkrankungen, Medikamente oder auch Schlafstörungen. Eine Änderung des Lebensstils kann bei leicht erhöhtem Blutdruck so viel bewirken wie zwei Medikamente zusammen: Eine Beschränkung der Kochsalzzufuhr, Gewichtsabnahme, regelmäßige sportliche Aktivität, Einschränkung des Alkoholkonsums, Verzicht auf Rauchen und eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch, Fett und Zucker. Ein Zuviel an Salz kann durch Kräuter und Gewürze ersetzt werden.

→ Dr. med. Fechtrup: Bluthochdruck – Bedeutung & Erkennung
(Powerpointpräsentation, 49 Seiten, PDF, 19 MB)

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Prof. Dr. Greulich: Möglichkeiten und Grenzen der medikamentösen Parkinsontherapie

Prof. Dr. Wolfgang Greulich, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie und Ärztlicher Direktor i.R. der HELIOS Klinik Hagen-Ambrock, berichtete über die Anfänge der L-Dopa Therapie bei Patienten, die sich aus dem Liegen nicht aufrichten, aus dem Sitzen nicht aufstehen und vom Stehen nicht zum Gehen starten konnten, und diese Bewegungen dadurch wieder möglich wurden. Da die Krankheit jedoch mit den Jahren fortschreitet und durch die Erhöhung der Medikamente Nebenwirkungen, wie motorische Störungen und Gleichgewichtsstörungen mit Sturzgefahr sowie Halluzinationen auftreten können, müssen Neueinstellungen der Medikamente beim Patienten vorgenommen werden. Bei der Therapie mit Dopaminagonisten kann es, besonders bei jüngeren Patienten, zu einer Impulskontroll-Störung, wie Spielsucht, Kaufrausch, Essattacken oder gesteigertem Sexualantrieb kommen. Durch die Veränderung der Medikation können diese Störungen behandelt werden, wobei Prof. Dr. Greulich auch die Grenzen der medikamentösen Behandlung betrachtet.

→ Prof. Dr. Greulich: Möglichkeiten und Grenzen der medikamentösen Parkinson-Therapie
(Powerpointpräsentation, 46 Seiten, PDF, 3.2 MB)

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Jeannette Overbeck: Fatigue bei Morbus Parkinson

Die Neuropsychologin Jeannette Overbeck erläuterte in ihrem Referat beim Gruppentreffen im Februar 2019 ausführlich die Probleme der sogenannten Fatigue, einer krankhaft erhöhten Müdigkeit / Erschöpfung auf körperlicher oder mentaler Ebene. Die Erschöpfungszustände zeigen sich trotz ausreichenden Nachtschlafs und auch bei nur geringer Anstrengung. Die Fatigue wirkt sich negativ auf alle Bereiche des täglichen Lebens aus, wie z.B. Berufstätigkeit, soziale Teilhabe oder Rehabilitationsfähigkeit. Dadurch verschlechtert sich die Lebensqualität der Erkrankten erheblich. Vorgestellt wurden Fakten zur Auftretenshäufigkeit, zur Symptomatik sowie zu diagnostischen und therapeutischen Verfahren. Deutlich wurde, dass noch viel Forschungsbedarf besteht.

→ Jeannette Overbeck: Fatigue bei Morbus Parkinson
(Powerpointpräsentation, 30 Seiten, PDF, 0.3 MB)

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Klaus Meiers: Aktuelles zur Pflege 2019

Zum Thema „Aktuelles zur Pflege“ erläuterten Christine und Klaus Meiers, beide Pflegefachkräfte und Fachleute für Pflegeberatung, den Mitgliedern beim Januar-Gruppentreffen 2019 viele interessante Neuerungen. Das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) beinhaltet Änderungen zum Pflegebedürftigkeitsbegriff und Begutachtungsverfahren. Die Umstellung von drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade und den gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen bei körperlichen oder psychischen Einschränkungen. Pflegebedürftigkeit liegt vor bei Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit. Die vorherigen Zeitorientierungswerte spielen jetzt keine Rolle mehr, Kriterien sind, in wie weit erforderliche Fähigkeiten und damit verbundene Tätigkeiten selbstständig oder teilweise selbstständig ausgeübt werden können. Alle Leistungen wurden erweitert und werden nun alle 3 Jahre angepasst.

→ Klaus Meiers: Aktuelles zur Pflege
(Powerpointpräsentation, 26 Seiten, PDF, 0.7 MB)

Dr. Schäfer: Schlaf und Parkinson

Dr. med. Dietmar Schäfer, Chefarzt der Fachklinik für Neurologie und Ärztlicher Direktor der HELIOS-Rehaklinik Bad Berleburg, referierte beim Gruppentreffen am 14.11.2018 in seinem Vortrag zum Thema „Schlaf und Parkinson – eine komplizierte Geschichte!“ zunächst über Grundsätzliches zum Schlaf. Bei der Parkinsonkrankheit ist in den letzten Jahren besonders der Traumschlaf – oder wissenschaftlicher „REM-Schlaf“ (für rapid eye movement sleep – „Schlaf der raschen Augenbewegungen“) in das Interesse der Schlafspezialisten und Neurologen gerückt. Hier treten oftmals Jahrzehnte vor den typischen Bewegungsstörungen des Parkinsonsyndroms Auffälligkeiten auf. In über 90% der Fälle wird aus so einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung im Erwachsenenalter, die durch heftige Bewegungen und Rufen im Traumschlaf gekennzeichnet ist, nach bis zu 25 Jahren eine Parkinsonkrankheit.

→ Dr. Schäfer: Schlaf und Parkinson
(Powerpointpräsentation, 59 Seiten, PDF, 6 MB)

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Prof. Dr. Warnecke: Parkinson – Aktuelle Entwicklung in Diagnostik und Therapie

Prof. Dr. med. Tobias Warnecke, Oberarzt, Facharzt für Neurologie am UKM referierte beim Gruppentreffe Oktober 2018 zu dem Thema „Parkinson – Aktuelle Entwicklung in Diagnostik und Therapie“. Er hat beim kürzlich stattgefundenen internationalen Parkinson-Kongress in Hongkong viel Neues erfahren und gab Informationen hieraus an die Teilnehmer weiter. Ein wichtiger Punkt u.a. waren die geänderten Diagnosekriterien, bei denen genetische Faktoren und andere frühen Symptome neu bewertet werden, so dass eine höhere diagnostische Genauigkeit im direkten Vergleich mit den alten Kriterien zu Stande kommt. Eine Riechstörung zählt zu den unterstützenden frühen Anzeichen für diese Krankheit. Ein neues Diagnose-Verfahren ist möglicherweise in Zukunft die Hautbiopsie.

Sehr erfolgreich ist eine gezielte Physiotherapie, durch die möglicherweise Medikamente sparsamer eingesetzt werden können. Wichtig sind hier große Bewegungen, dadurch wird z.B. nachweislich das Schrift- und Gangbild des Patienten deutlich besser. Auch sind einige neue Medikamente in nächster Zeit zu erwarten. Bei bestimmten Patienten ist es sinnvoll, die Tiefe Hirnstimulation durchzuführen, die dann zu einer besseren Lebensqualität führen kann.

→ Prof. Dr. Warnecke: Parkinson – Aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie
(Powerpointpräsentation, 40 Seiten, PDF, 6 MB)

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