Bluthochdruck ist die Todesursache Nr. 1 in Deutschland, er ist jeweils für rund die Hälfte der Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich. Ein brisantes Thema.  Die Früherkennung und rechtzeitige Behandlung sind daher sehr wichtig. Dr. med. Christian Fechtrup, Münster, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie, FESC referierte beim Gruppentreffen über Bedeutung, Erkennung, Behandlung und gab Tipps: Eine Änderung des Lebensstils kann bei leicht erhöhtem Blutdruck viel bewirken…

Vortagender Dr. Fechtrup
Dr. Fechtrup hält informativen und für Laien sehr verständlichen Vortrag.
Gemeinsames Singen als Ritual
Gemeinsames Singen als Ritual
Simone Heinicke, stellvertretende Leiterin beim DRK OV Burgsteinfurt stellte sich vor
Simone Heinicke, stellvertretende Leiterin beim DRK OV Burgsteinfurt stellte sich vor

Reiner Krauße, Vorsitzender des Parkinson-Forum Kreis Steinfurt e.V., begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder, unter ihnen auch einige Neumitglieder. Als neue Fördermitglieder verstärken Eveline Gerdes, Vorsitzende des VdK OV Emsdetten und ihr Mann Adolf das Forum, ebenso Elvira Hüging, als weitere Mitgliederbetreuerin. Simone Heinicke, stellvertretende Leiterin beim DRK OV Burgsteinfurt stellte sich vor und betonte, dass man sich auf die weitere Zusammenarbeit freut und man das Forum bei verschiedenen Aktivitäten mit evt. notwendiger Hilfeleistung unterstützen wird. Reiner Krauße weiter: Seit dem 01.01.19 wurden 37 neue Mitglieder aufgenommen, somit gehören aktuell 377 Mitglieder dem Forum an. Einige gymnastische Übungen unter Anleitung von Margret Hartwig machten die Anwesenden fit für den Vortrag „Bluthochdruck“ von Dr. med. Christian Fechtrup, Münster, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie, FESC.

Fast jeder Dritte ist von Bluthochdruck betroffen, dieser ist aber gut behandelbar. Unbehandelt kann er zu schweren Folgen führen: Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen, Schlaganfall, Hirnerweichung, Netzhautschaden oder gar Erblindung. Auch die Lebenserwartung sinkt massiv je höher der Blutdruck steigt. Das Herz schlägt normal rd. 100.000 mal am Tag und pumpt ca. 9.000 l Blut durch die Adern. Bei der Messung des Blutdrucks ist auf den korrekten Sitz der Manschette zu achten, es sollte immer am gleichen Arm gemessen werden, die Harnblase sollte entleert sein, 5 Minuten in Ruhe sitzen, den Arm in Herzhöhe lagern, die Beine nebeneinander, das Mikrofon an der Innenseite des Oberarms über der Schlagader platzieren. Eine regelmäßige Selbstmessung wird empfohlen, etwa 3-mal pro Woche zu unterschiedlichen Tageszeiten, die dann dokumentiert werden. So kann sich der Arzt ein genaues Bild über evtl. Schwankungen machen.

Gruppenfoto
Dr. Fechtrup, Simone Heinicke, Heinrich Krechting, Dorothea Stauvermann, Renate Krechting, Elvira Hüging, Eveline Gerdes, Emma Tschersich, Adolf Gerdes, Anna Lüchtenborg, Heinrich Lüchtenborg (v.l.)

Ursachen der Erkrankung sind meistens eine erbliche Anlage, Übergewicht oder auch Alkohol, seltener Nieren- oder Gefäßerkrankungen, hormonelle Erkrankungen, Medikamente oder auch Schlafstörungen. Eine Änderung des Lebensstils kann bei leicht erhöhtem Blutdruck so viel bewirken wie zwei Medikamente zusammen: Eine Beschränkung der Kochsalzzufuhr, Gewichtsabnahme, regelmäßige sportliche Aktivität, Einschränkung des Alkoholkonsums, Verzicht auf Rauchen und eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch, Fett und Zucker. Ein Zuviel an Salz kann durch Kräuter und Gewürze ersetzt werden. Abschließend ging Dr. Fechtrup ausführlich auf die zahlreichen Fragen der Anwesenden ein.

Mit einem Präsent bedankte sich Reiner Krauße bei Dr. Fechtrup für diesen informativen und für Laien sehr verständlichen Vortrag.

Mehr Informationen:

→ Dr. med. Fechtrup: Bluthochdruck – Bedeutung & Erkennung
(Powerpointpräsentation, 49 Seiten, PDF, 19 MB)

Bericht: Margret Hartwig
Fotos: Rainer Schwarz