Positive Effekte durch Sport

Dr. Ritter referiert beim Gruppentreffen.
Dr. Ritter referiert beim Gruppentreffen.

PD Dr. med. Martin Ritter, Facharzt für Neurologie, sprach zu den Mitgliedern des Parkinson-Forum Kreis Steinfurt e.V. über „Geeignete Sportarten für Menschen mit Morbus Parkinson aus Sicht der evidenzbasierten Medizin“.

Sport ist Bewegung mit bestimmten Zielen und Regeln, er wird mit anderen Menschen betrieben, er soll Spaß machen und dient der Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Sport dient zur Kreislaufstabilisierung, der Förderung sozialer Kontakte, der Vermeidung von Herzinfarkt und Schlaganfall, Alzheimer Demenz und Modifikation eines Diabetes Mellitus, gibt eine Tagesstruktur und Selbstwertgefühl.

(v.l.) Reiner Krauße übergibt eine Notfalltasche an Dr. Ritter.
(v.l.) Reiner Krauße übergibt eine Notfalltasche an Dr. Ritter.

Die WHO empfiehlt für ältere Menschen: Sport mindestens 250 Minuten pro Woche mit mittlerer Intensität oder 75 Minuten pro Woche mit höherer Intensität durchzuführen. In 10-jähriger Studie wurde belegt, dass das Risiko einer Parkinson- Erkrankung bei Personen, die regelmäßig Sport mit mittlerer bzw. hoher Intensität betrieben hatten , um 40 % sank.

Je nach Krankheits-Stadium sind das z.B. Laufbandtherapie, Nordic Walking, Ergometer-Training und Radfahren. Nach Aussage der Studie ist Tanzen, speziell Argentinischer Tango, am effektivsten.

aktive Gymnastik passend zum Thema...
aktive Gymnastik passend zum Thema…

Bei jeder Sportart müssen auch zusätzliche Erkrankungen mit bedacht werden. Ausdauersport im Fitnessstudio verbessert besonders die Beweglichkeit und die Balance. Hervorzuheben ist, dass der positive Effekt bis zu 2 Jahre anhält. Im Anschluss an seinen Vortrag ging Dr. Ritter ausführlich auf individuelle Fragen ein.

Mehr Information:

PD Dr. med. Martin Ritter: Parkinson und Sport
(Powerpointpräsentation, 39 Seiten, PDF, 2.1 MB)

2018-04-20T10:49:16+00:00 20. April, 2018|Aktuelles, Nachrichten|